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Die Innenhof-Fassade des Hôtel Salé, Sitz des Musée National Picasso-Paris

Musée National Picasso-Paris: Das Hôtel Salé und die weltweit umfangreichste öffentliche Picasso-Sammlung

Ein Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert im Marais, erbaut mit einem durch Salzsteuern angehäuften Vermögen, beherbergt heute mehr als 5.000 Werke und ein umfangreiches Archiv, das ein ganzes künstlerisches Leben von der ersten Skizze bis zur fertigen Leinwand nachzeichnet.

Ein Herrenhaus im Marais, erbaut auf Salz

Das Musée National Picasso-Paris bezeichnet seinen Bestand als die weltweit umfangreichste öffentliche Picasso-Sammlung und beherbergt ihn in einem der prunkvollsten Häuser des Pariser 17. Jahrhunderts. Man erbaute das Hôtel Salé für einen Mann, der durch die Erhebung der Salzsteuer zu Reichtum gelangte – daher auch sein Name. Im Inneren, mehr als 5.000 Werke und Zehntausende Archivstücke Es umfasst Gemälde, Skulpturen, Radierungen sowie die ihnen zugrunde liegenden Notizbücher, Fotografien und Entwürfe, sodass ein Besuch nicht nur die fertigen Werke zeigt, sondern auch, wie sie entstanden sind.

Das Musée National Picasso-Paris in Zahlen

Die Sammlung umfasst 297 Gemälde sowie 368 Skulpturen und dreidimensionale Werke, sowie rund 1.700 Zeichnungen und Notizbücher.

Außerdem umfasst sie mehr als 2.300 Stiche und Plakate, 17.000 Fotografien und 200.000 Archivstücke.

Mehr als 6.760 Bücher aus Picassos Privatbibliothek sind Teil der Sammlung.

Das Museum besitzt 50 Möbelstücke, die Diego Giacometti eigens für das Museum entworfen hat.

Das Hôtel Salé wurde am 29.10.1968 unter Denkmalschutz gestellt.

Werke aus Picassos Privatsammlung dürfen weltweit, einschließlich Frankreich, nicht für Ausstellungen ausgeliehen werden.

Das Hôtel Salé: Ein in Stein gemeißeltes Vermögen aus der Salzsteuer

Das mit Reliefs verzierte Giebelgesims des Hôtel Salé
Foto: Marimarina, CC BY 3.0, über Wikimedia Commons

Man erbaute das Haus für Pierre Aubert de Fontenay, einen Finanzier und Günstling von Nicolas Fouquet, der im Auftrag des Königs die Salzsteuer eintrieb. Er erwarb ein Grundstück im Marais von einem Kloster, beauftragte einen jungen, noch wenig bekannten Architekten namens Jean Boullier de Bourges und zog am 31.12.1659 dort ein.

Das Ergebnis war, wie der Historiker Bruno Foucart es formulierte, das prächtigste, wenn nicht sogar das extravaganteste Pariser Haus des 17. Jahrhunderts. Sein Zentrales Treppenhaus, das Michelangelos Entwurf für die Laurentianische Bibliothek in Florenz nachempfunden ist, erhebt sich unter dem kunstvoll gestalteten Stuck der Brüder Marsy und Martin Desjardins.

Aubert hatte kaum Freude daran. Am {TT.MM.1663} geriet er in denselben Skandal, der Fouquet zu Fall brachte, und Seine Gläubiger stritten sich sechzig Jahre lang um das Haus., in der die Republik Venedig das Gebäude als ihre Botschaft nutzte.

Balzac, Ingenieure und Bronzegießer: Drei Jahrhunderte Pächter

Der Innenhof des Hôtel Salé um 1905
Foto: Séeberger frères, um 1905, Open License, über Wikimedia Commons

Nach seinem Verkauf am 01.01.1728 wechselte das Haus mehrfach den Besitzer. Während der Revolution diente es als Lager- und Sortierstelle für Bücher, die man aus den örtlichen Klöstern beschlagnahmt hatte, und ab 1797 gehörte es bis 1962 einer einzigen Familie, die es anschließend vermietete.

Die Mieter bilden einen Querschnitt durch das Pariser Leben: ein Internat, in dem Der junge Honoré de Balzac studierte, von 1829–1884 die École centrale des arts et manufactures, die das Innere stark umgestaltete, bis 1941 die Bronzegießerei und ab 1944 die städtische Kunsthandwerksschule.

Die Stadt Paris erwarb das Haus im Jahr 1964, und vier Jahre später stellte man es unter Denkmalschutz. Von der ursprünglichen Einrichtung ist nichts erhalten geblieben, was zum Teil der Grund dafür ist, dass man es als Museum neu konzipieren konnte.

Wie das Picasso-Museum entstand

Die Gartenfassade des Hôtel Salé
Foto: Guillaume Baviere, CC BY 2.0, über Wikimedia Commons

1968 änderte Frankreich die Gesetzgebung, sodass Erben die Erbschaftssteuer mit Kunstwerken begleichen konnten – eine Initiative, die Kulturminister André Malraux ins Leben gerufen hatte. Als Picasso 1973 starb, Seine Erben nutzten dies, um ein umfangreiches Werk an den Staat zu übertragen, in einer ersten Schenkung im Jahr 1979 und einer zweiten aus dem Nachlass von Jacqueline Picasso im Jahr 1990.

1974 wurde das Hôtel Salé als Ausstellungsort ausgewählt. Der Architekt Roland Simounet schuf in dem denkmalgeschützten Gebäude ein modernes Museum, ohne es zu erweitern, und Das Museum eröffnete am {TT}.10.1985..

Nach einer von Jean-François Bodin geleiteten Renovierung und Erweiterung, aufgrund derer das Museum fünf Jahre lang geschlossen war, wurde es am 25.10.2014 mit einer neuen Ausstellung und deutlich mehr Ausstellungsfläche wiedereröffnet.

Bevor Sie von der Rue de Thorigny hereinkommen

Buchen Sie lieber ein Zeitfenster, anstatt in der Warteschlange zu stehen: Der bevorzugte Einlass ist innerhalb einer halben Stunde nach der auf Ihrer Eintrittskarte angegebenen Uhrzeit garantiert. Lassen Sie Koffer und Rucksäcke zu Hause, da das Museum diese nicht aufbewahren kann, und Planen Sie genügend Zeit für die Treppe und den Salon de Jupiter ein sowie in den Galerien. Das Fotografieren ohne Blitz ist erlaubt, sofern nicht durch ein Schild anders angegeben.

Eintrittskarten für das Musée National Picasso-Paris

Highlights

Umgehen Sie lange Warteschlangen dank Bevorzugtem Einlass.

Entdecken Sie über 5.000 Kunstwerke, darunter Picassos eigene Werke und seine persönliche Kunstsammlung.

Entdecken Sie das Museum, das im eleganten Hôtel Salé aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist.

Erleben Sie sowohl Dauer- als auch Wechselausstellungen, die sich der bedeutenden modernen Kunst widmen.

Ergänzen Sie Ihren Besuch auf Wunsch mit einem Audioguide, um noch tiefere Einblicke zu gewinnen.

Fragen zum Musée National Picasso-Paris

Wo befindet sich das Picasso-Museum in Paris?

In der Rue de Thorigny 5, im Hôtel Salé im Marais, im 3. Arrondissement.

Was ist das Hôtel Salé?

Ein Herrenhaus, das 1659 für Pierre Aubert de Fontenay, einen Pächter der Salzsteuer, fertiggestellt wurde. Sein Name, der „salzig“ bedeutet, leitet sich von seinem Gewerbe ab.

Wie viele Werke befinden sich im Picasso-Museum?

Mehr als 5.000 Werke, darunter 297 Gemälde und 368 Skulpturen, sowie rund 200.000 Archivstücke und 17.000 Fotografien.

Befindet sich „Guernica“ im Musée Picasso in Paris?

Nein. „Guernica“ befindet sich in Madrid, im Museo Reina Sofía. Das Pariser Museum bewahrt Fotografien auf, die Dora Maar während der Entstehung des Gemäldes aufgenommen hat.

Wann wurde das Picasso-Museum eröffnet?

Im Oktober 1985. Es wurde 2009 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und am 25.10.2014 wiedereröffnet.

Wer hat das Museum entworfen?

Roland Simounet richtete das Museum im Hôtel Salé zwischen 1979 und 1985 ein. Jean-François Bodin leitete die Renovierungsarbeiten, nach deren Abschluss das Museum 2014 wiedereröffnet wurde.

Zeigt das Museum auch Werke anderer Künstler?

Ja. Picassos Privatsammlung umfasst Gemälde von Cézanne, Matisse, Renoir, Modigliani und Miró sowie Masken aus Afrika und Ozeanien.

Darf man im Picasso-Museum Fotos machen?

Ja, ohne Blitz und ohne Stativ, außer bei Werken, die mit einem „Fotografieren verboten“-Schild gekennzeichnet sind.

Gibt es im Picasso-Museum ein Café?

Ja. Das Dachcafé bietet einen Blick auf die Fassade des Hôtel Salé.

Ist der Garten geöffnet?

Der Garten ist von April–Oktober für Museumsbesucher geöffnet und über die Galerien im Untergeschoss zu erreichen.

Auf dieser Website werden offizielle Eintrittskarten für diesen Veranstaltungsort verkauft. Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich nicht um die offizielle Website des Veranstaltungsortes handelt.

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